Michael Müller, Bundesratspräsident und Regierender Bürgermeister zu Besuch bei »Raus aus der Grauzone«

Allgemein | 16. August 2018

Im Rahmen seiner Schirmherrschaft der Stiftung Deutsches Hilfswerk besucht Bundesratspräsident Michael Müller am 22. August 2018 die Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH. Das Deutsche Hilfswerk verteilt die Reinerlöse der Deutschen Fernsehlotterie und hat 2017 allein in Berlin 13 Projekte mit 1,5 Mio EUR gefördert. Damit Eltern schnell Orientierung und Hilfe bekommen, wenn es um Auffälligkeiten ihrer pubertierenden Kinder geht, wurde auch das Projekt »Raus aus der Grauzone« durch eine Förderung möglich gemacht.

Bei diesem Besuch trifft sich der Bundesratspräsident Michael Müller mit Projektmitarbeitenden sowie betroffenen Eltern in Anwesenheit des Geschäftsführers der Deutschen Fernsehlotterie Christian Kipper. Neben der Vorstellung des Projektes tauschen sich die Mitarbeitenden und Eltern mit dem Bundesratspräsidenten dazu aus, warum es so wichtig ist, dass Eltern schnell Unterstützung bekommen, bevor aus einer Grauzone aus pubertätsbedingten Auffälligkeiten ein Gefahrenbereich mit weitreichenden negativen Konsequenzen wird.

Eltern und Pädagog*innen erhalten bei »Raus aus der Grauzone« Orientierung, werden in ihren erzieherischen Kompetenzen gestärkt und bei Bedarf dabei unterstützt, weitere Hilfen in Anspruch zu nehmen. Jugendliche werden durch erlebnispädagogische Angebote darin gefördert, ihre Fähigkeiten im Umgang mit Risiken auszubauen und Verantwortung für sich und andere zu übernehmen. Darüber hinaus geht es darum, wie sie diese Fähigkeiten auf den Umgang mit Suchtmitteln übertragen können.

Weitere Informationen über das Projekt »Raus aus der Grauzone« unter www.rausausdergrauzone.de

Die eigenen Grenzen erkennen und auf die Freunde achten

Allgemein | 9. August 2018

Es war ein heißer Dienstag im August, als sich eine Gruppe Jugendlicher vor der Kletterhalle Magic Mountain in Berlin versammelte. Im Rahmen von »Raus aus der Grauzone« nutzten sie das kostenfreie Angebot „Mit RisikoCheck den Horizont erweitern“ und bekamen die Chance für ein paar Stunden mit einem ausgebildeten Klettertrainer und Mitarbeiter der Fachstelle Suchtprävention Berlin die hohen Kletterwände zu bewältigen.

Die erlebnispädagogische Aktion zielt darauf ab, die eigenen Risiko- und Lebenskompetenzen zu reflektieren mit Fokus auf den Umgang mit Suchtmitteln und Digitalen Medien. Dabei wird das Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen für die persönliche Alltags- und Lebensgestaltung gestärkt.

Die Jugendlichen lernen durch dieses Risikoerlebnis, bei dem sie unterschiedliche Routen erklettern, bewusster und verantwortungsvoller auf sich selbst und ihre Freunde zu achten. Die daraus gewonnenen Erfahrungen können auf den Umgang mit Rauschmitteln übertragen und für die Balance von Risiken genutzt werden.

Ganz im Sinne von risflecting® durchlief die Aktion die drei Phasen LOOK AT YOUR FRIENDS – BREAK – REFLECT:

  • LOOK AT YOUR FRIENDS – das gegenseitige Sichern vermittelt den Jugendlichen das Gefühl von Verantwortung auf konkrete Art und Weise.
  • BREAK – nach einer sportlichen Stunde wurde symbolisch das Gespür für die eigenen Grenzen psychisch wie auch physisch erfasst.
  • REFLECT – in einer achtsamen Atmosphäre wurde offen über das Erlebnis des Kletterns, sowie über Konsumerfahrungen, die Risiken von Substanzen und auch über Digitale Medien diskutiert.

Mit Spaß, Vertrauen und offenen Gesprächen endete ein gelungener und spannender Vormittag, an denen sich die Jugendlichen hoffentlich in manchen Lebenssituationen erinnern werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt »Raus aus der Grauzone«

Soziallagenbezogene Suchtprävention in Lebenswelten gestartet

Allgemein | 2. August 2018

In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder, dass vor allem benachteiligte Menschen nicht die notwendige Unterstützung erhalten. So leben z.B. Jugendliche jahrelang mit der Suchterkrankung ihrer Eltern, ohne dass dies wahrgenommen wird. Andere Jugendliche geraten aufgrund ihres problematischen Cannabiskonsums in Schwierigkeiten mit Eltern oder Schule und die Problematiken „häufen“ sich. Menschen mit Migrationerfahrungen haben grundsätzlich ein erhöhtes Gesundheitsrisiko und sind anfälliger für missbräuchlichen Substanzkonsum.

Um diesen Zielgruppen eine für sie passgenaue Unterstützung anbieten zu können, startet die Fachstelle für Suchtprävention das neue Projekt „Suchtprävention 3D“, gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Es steht für eine direkte und umfassende Präventionsarbeit vor Ort in den Lebenswelten der Menschen.

Gesundheit wird nicht nur durch individuelles, eigenverantwortliches Handeln beeinflusst, sondern insbesondere auch durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Soziallagen, so z.B. Einkommen, sozialer Status, Bildungsniveau, Arbeitsbedingungen, Wohngegend, Migrationshintergrund oder der Status als alleinerziehende Eltern. Wichtig für gesundheitspräventive Angebote ist die Reduktion von Risikofaktoren für die Entstehung lebensstilbedingter Krankheiten und die Stärkung von gesundheitlichen Ressourcen. Außerdem sollen die Verhältnisse, in denen Menschen leben, lernen und arbeiten, so gestaltet werden, dass sie die Gesundheit unterstützen.

Soziallagenbezogene Prävention umfasst insgesamt drei zentrale Aspekte:
sie stärkt die Kompetenzen und Ressourcen der im Setting lebenden Menschen, sie entwickelt gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen und sie bindet systematisch möglichst viele Personen in der Lebenswelt ein.

Das Projekt hat dabei drei Zielgruppen im Blick:

  • suchtbelastete Familien
  • Schüler*innen ab der 7. Klasse
  • Geflüchtete

Weitere Informationen unter:
www.kompetent-gesund.de/Familiewww.kompetent-gesund.de/Schulewww.kompetent-gesund.de/Perspektive

Den vollständigen Artikel finden Sie in unserem aktuellen Themenheft 50 auf Seite 12.

Alle Angebote sind kostenfrei, für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne direkt unter info@kompetent-gesund.de

Safer Internet Day 2018: Heute schon miteinander gesprochen?

Allgemein | 6. Februar 2018

Wer kennt es nicht? Alle sitzen in der U-Bahn und starren auf ihr Smartphone – oder zum Berliner Fenster. Rund um den internationalen Safer Internet Day 2018 am 6. Februar haben wir eine besondere Aktion vorbereitet: von 5. bis 9. Februar wird auf allen Monitoren zwischen 16 und 18 Uhr im U-Bahn-Fernsehen ein Spot zum Thema Medienkonsum in der Familie laufen – damit werden an den 5 Tagen etwa 2 Millionen Menschen erreicht, die in der U-Bahn unterwegs sind. Unter dem Motto „Heute schon miteinander gesprochen?“ werden Eltern mit einem Comic-Film dazu angeregt, Medienkonsum zu reflektieren, besonders wenn Kinder dabei sind.

Dazu werden 3 Botschaften an die Hand gegeben:

  • Nehmen Sie sich bewusst Zeit füreinander.
  • Verabreden Sie medienfreie Zeiten für alle, z.B. während der Mahlzeiten.
  • Sie sind Vorbild für Ihr Kind!

Motto des Safer Internet Days dieses Jahr ist „Create, connect and share respect: A better internet starts with you“ – aber auch die Zeit ohne Internet sollte aktiv von Eltern gestaltet werden.
Wer mehr dazu wissen möchte, kann unsere Elternseminare „Digitale Medien“ besuchen.

Weitere Informationen unter:
www.berlin-suchtpraevention.de/veranstaltungen/kategorien/elternkurse/

Alle Aktionen zum Safer Internet Day in Deutschland finden Sie bei klicksafe.de

Den kompletten Film gibt es hier.

Sprechen wir miteinander!

Der Präventions-Taschenkalender „my 2018“ für Jugendliche erscheint!

Allgemein | 13. Dezember 2017

Holen Sie sich den Präventionskalender für Jugendliche ab, solange der Vorrat reicht. Im Hosentaschenformat informiert dieser Kalender über Themen, denen Jugendliche in ihrem Alltag begegnen, wie Alkohol, Tabak, Cannabis, Shisha, E-Zigarette, Energy-Drinks, Anabolika, Medikamente, Cybermobbing, Sportwetten und viele mehr.

Abholaktion:

Wann: Dienstag, der 19. Dezember 2017, von 09:00 bis 11:00 Uhr

Wo: Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH,
Chausseestr. 128/129, Bürogebäude, 3.OG, 10115 Berlin

Wir bitten um Verständnis, dass wir Reservierungen nicht vornehmen können.

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt Raus aus der Grauzone

 

Regine Kircher-Zumbrink –Saarstahl AG, Marlene Mortler – Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Kerstin Jüngling – Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH

Präventionsbedarfe bei Azubis – Fachtagung holt alle an einen Tisch

Allgemein | 8. August 2017

Die meisten Menschen sind in kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigt oder werden hier ausgebildet. Auf der Fachtagung „Von Hirndoping bis blau machen – Präventionsbedarfe bei Azubis von kleinen und mittleren Unternehmen“ am 15. Mai 2017 unter Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten zeigte die große Saarstahl AG, wie sich die Betriebskultur verbessert, wenn ein schwieriges Thema wie Sucht ganz selbstverständlich im Ausbildungskontext behandelt wird.

Strukturen wie bei den großen Betrieben können kleine und mittlere Unternehmen nicht aufweisen. Wie das IFT-Nord und die AOK Nordost mit breiter Datenbasis belegen, ist der Umgang mit Suchtmitteln eng verknüpft mit der Zufriedenheit in der Ausbildung. Ergänzt durch den Ausbildungsreport der DGB-Jugend wird klar, dass vor allem die Ausbildung in den kleinen und mittleren Unternehmen von mehr Belastungen geprägt ist.

Mit der Bundesdrogenbeauftragten, der IHK Berlin, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Lehrerverband der Berufsbildenden Schulen sowie der AOK Nordost war unsere Tagung hochkarätig besetzt. Und alle signalisierten den gemeinsamen Willen, für die Azubis in kleinen und mittleren Unternehmen Präventionsangebote zu ermöglichen.
Dreh- und Angelpunkt bilden für diese Unternehmen die Berufsbildenden Schulen. Hier kommen die Schüler*innen zusammen und könnten Präventionsangebote erhalten. Mit dem Programm Prev@WORK hätten die regionalen Fachstellen für Suchtprävention bundesweit ein bewährtes Konzept zur Hand.
Wir danken dem Bundesministerium für Gesundheit für die Unterstützung dieser Veranstaltung.

Hinschauen – Hinhören – Handeln

Ein Jahr Hinschauen – Hinhören – Handeln

Allgemein | 8. August 2017

Das erste Projektjahr ist fast vorüber und nach wie vor ist die Nachfrage an unseren Angeboten zur Suchtprävention für Geflüchtete groß.
Das Projekt umfasst Beratungen, Schulungen und Coachings für Personen, die mit Geflüchteten arbeiten, sowie Infoveranstaltungen für Geflüchtete selbst.
Auch nach der erfolgreichen Etablierung wird das Projekt stetig weiterentwickelt: in Kürze erscheinen zahlreiche neue Materialien zu aktuellen Themen in 10 Sprachen. Diese finden Sie dann, wie auch unseren bekannten Gesundheitswegweiser „Mut machende Infos für Ihre Gesundheit – Kleiner Wegweiser für Geflüchtete in Berlin“, der ebenfalls in 10 Sprachen erhältlich ist, im Bestellportal. Wir freuen uns sehr, dass der Gesundheitswegweiser demnächst auch in Köln erscheinen wird!
Aufgrund großer Nachfrage findet am 13. November eine Info-Veranstaltung zum Thema „Geflüchtete und Medikamente“ statt. In Kooperation mit der AOK Nordost bieten wir hier einen Rahmen für Fragen und Antworten zu Wirkungsweisen, Risiken und Nebenwirkungen, Abhängigkeitspotentialen, Kinderschutz sowie den Umgang von Frauen mit Medikamenten. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Juhu – wir sind zertifiziert und zwar mit Bravour nach der internationalen Norm ISO 29 990

Allgemein | 6. März 2017

Je besser die Qualität, desto zufriedener die Kunden. Und zufriedene Kunden kommen gerne wieder. Basierend auf diesen Überlegungen, aber auch um mit Hilfe eines Qualitätsmanagementsystems eine „Qualitätskultur“ in den Unternehmen noch zu stärken und auszubauen, hat die Fachstelle für Suchtprävention Berlin entschieden, sich nach der Internationalen Norm ISO 29 990 zertifizieren zu lassen.
Die Norm ISO 29 990:2010 ist nach ISO 9001 das am häufigsten zertifizierte Managementsystem im Bereich der Aus- und Weiterbildung. Der internationale Standard kann von allen Arten von Bildungseinrichtungen zur Optimierung der Organisation, der Lehr- und Lernprozesse, zur Qualitätssicherung und Zertifizierung genutzt werden.
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JugendFilmTage Nikotin und Alkohol: ein Projekt, das Berlin auch künftig gut brauchen kann!

Allgemein | 10. Februar 2017

Im Juli 2016 wurde im Bezirk Pankow der Pretest zur eigenständigen Durchführung der BZgA-JugendFilmTage durchgeführt. Im Tridem Fachstelle – Suchthilfekoordination – schulische Prävention wurde gezeigt, wie gute Netzwerkarbeit im kommunalen Setting funktioniert und wie mit Engagement und Freude an der Sache ein echtes „Mammutprojekt“ gestemmt werden kann.

Jetzt steht an, die JugendFilmTage in Berlin auch dauerhaft zu verorten. Dafür machen wir uns stark! An dieser Stelle gilt unser besonderer Dank der AOK Nordost – Die Gesundheitskasse.

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