Help is ok – Kurzfilme für Geflüchtete

Allgemein | 10. Oktober 2018

Heute ist der internationale Tag der seelischen Gesundheit – zu diesem Anlass veröffentlichen wir zwei neue Kurzfilme, mit denen wir  geflüchtete Menschen unterstützen möchten. Gerade wenn es Menschen schlecht geht, fällt es vielen besonders schwer, sich Hilfe zu holen. Dies trifft auf Menschen mit Fluchterfahrungen in besonderem Maße zu, denn sie sprechen oft wenig Deutsch oder wissen möglicherweise nicht, dass es Hilfeangebote für sie gibt. Manche schämen sich auch dafür, dass sie Probleme und seelische Belastungen haben und denken, sie müssten es alleine schaffen. Gerade, wenn es um Substanzkonsum geht, ist dies besonders ausgeprägt.

Das Projekt »Perspektive 3D« zur Suchtprävention mit Geflüchteten ist im Rahmen seiner Veranstaltungen oft mit diesen Fragen in Berührung gekommen. Ziel von »Perspektive 3D« ist es, Menschen mit Fluchterfahrungen über die Risiken von Substanzkonsum aufgrund von Belastungssituationen zu informieren und sie zu motivieren, Hilfe- und Unterstützungsangebote zu nutzen.

Mit der Botschaft »HELP IS OK« gehen jetzt zwei neue Kurzfilme online, die sich an Frauen und Männer mit Fluchterfahrung richten. Ohne Sprache, nur mit Bildern und Sound, vermitteln die Filme, dass es in Ordnung ist, sich Hilfe zu suchen und dass es gut tut, sich mitzuteilen oder einfach zu zuhören.
Geschlechtsspezifisch wurden die Filme für Frauen und Männer jeweils mit unterschiedlichen Themen und Bildern gestaltet, die partizipativ mit der Zielgruppe entwickelt wurden.

Die Filme verweisen beide auf die Webseite www.helpisok.de, die den Gesundheitswegweiser „Mut machende Infos für Ihre Gesundheit!“ in 10 Sprachen (Deutsch, Arabisch, Englisch, Französisch, Türkisch, Kurdisch, Pashto, Urdu, Russisch) zum Download bereithält.

Sie finden beide Kurzfilme auf YouTube unter folgenden Links: Film für Männer
Film für Frauen … und natürlich auf Facebook (@unabhaengigbleiben).

Auch im Berliner Fenster: vom 15.-21. Oktober 2018 können Sie die Kurzversionen der Filme auch im Berliner Fenster im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) sehen.

Weitere Informationen zu unseren suchtpräventiven Angeboten für Geflüchtete und Multiplikator*innen finden Sie auf unserer Webseite unter www.kompetent-gesund.de/Gefluechtete.

Fachaustausch zu Erfahrungen in der Suchtprävention und -hilfe für und mit Geflüchteten

Allgemein | 28. September 2018

„Erfahrungen in der Suchtprävention und -hilfe für und mit Geflüchteten – Aha-Erlebnisse und lessons learned“

Beim gemeinsam mit SUCHT.HAMBURG organisierten Fachaustausch ging es am 26.09.2018 um einen Transfer von Erfahrungswerten aus der täglichen Arbeit für und mit Geflüchteten. Vertreten waren Projekte aus der Suchtprävention und -hilfe sowie den Bereichen Wohnen, Arbeit, Selbsthilfe und Angeboten, die sich gezielt an geflüchtete Frauen richten.

Ziel war, einen Rahmen für einen multiprofessionellen, fachlichen Austausch zum Thema anzubieten, in dem die Teilnehmer*innen voneinander lernen und Ideen für die eigene Arbeit mitnehmen konnten.

Im Rahmen der Veranstaltung stellten die Gäste ihre jeweiligen Projekte vor und teilten Kern-Erkenntnisse und auch Stolpersteine aus ihrer Arbeit miteinander. In einem zweiten Teil konnten sich die Fachkräfte zu Themen wie Qualitätssicherung innerhalb der Projekte, Vernetzung, Zugang zu Zielgruppen sowie Bedarfen und Bedürfnissen austauschen. Der Input von Vertreter*innen von Einrichtungen aus Hamburg bereicherte die Veranstaltung zudem mit Einblicken in Strukturen und Arbeitsweisen aus einem anderen Stadtstaat-Bundesland.

Wir danken allen Teilnehmer*innen, insbesondere den extra angereisten Vertreter*innen aus Hamburg!

IHK-Veranstaltung für Ausbildungsbetriebe

Allgemein | 19. September 2018

Ausbildungshemmnisse durch psychische Probleme oder Suchterkrankungen – Wie als Ausbildungsbetrieb damit umgehen?
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leiden immer mehr junge Menschen an Depressionen. Im Jahr 2015 war die Zahl der stationär behandelten Patienten in der Altersgruppe der 15- bis 24-jährigen mit 34.300 fast siebenmal so hoch wie im Jahr 2000. Gesundheitliche Beschwerden wegen psychischer Probleme oder Suchterkrankungen sind vielfältig und deren Erkennung, Behandlung und Betreuung gehören in professionelle Hände. Im Arbeitsalltag sind Arbeitgeber auch mit in diesem Zusammenhang entstehenden Fehlzeiten von Auszubildenden konfrontiert. Ein frühzeitiges Ansprechen von Problemen kann manchen Konflikt am Arbeitsplatz ersparen und die Demotivation eines belasteten Teams vermeiden. Mit diesem kostenfreien Informationsangebot wollen wir Ihnen nicht nur Expertenwissen und Verhaltensempfehlungen vermitteln, sondern auch aufzeigen, was konkret bei einem Verdacht getan werden kann und welche rechtlichen Möglichkeiten gegeben sind. Außerdem stehen die Referenten zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

Wann: Donnerstag, 21. Februar 2019, 13 bis 16 Uhr
Wo: IHK Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin, Kleiner Vortragssaal

Programm:

  • Psychische Krisen und Wiedereinstieg in die Ausbildung
    Referenten:
    Frau Dipl.-Psychologin Dorothea Jäckel
    Frau Susanna Hölscher, IPS Coach & Dipl. Sozialpädagogin
    Vivantes Klinikum am Urban, FRITZ Therapiezentrum
  • Erkennen und Umgang mit Suchtmittelkonsum bei Azubis
    Referentin: Frau Katrin Petermann
    Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH
  • Gesundheitsschutz und Recht
    Referent: Herr Dr. Christian Lampe
    Richter, Arbeitsgericht Berlin

Anmeldung unter: events.ihk-berlin.de

Bildcredit: Fotolia/Robert Kneschke

Programm Prev@WORK – jetzt in die „Grüne Liste Prävention“ aufgenommen!

Allgemein | 29. August 2018

In Deutschland existiert eine Vielzahl an Programmen und Projekten zur Suchtprävention. Die Datenbank „Grüne Liste Prävention“ von CTC („Communities That Care“) des Landespräventionsrat Niedersachsen bietet auf der Basis nachvollziehbarer Kriterien einen Überblick über evaluierte empfehlenswerte Präventionsansätze und -programme in den Bereichen Familie, Schule, Kinder/Jugendliche und Nachbarschaft.

Im Juli 2018 ist nun auch das Programm zur betrieblichen Suchtprävention Prev@WORK in die Datenbank für empfohlene Präventionsprogramme unter der Kategorie „Effektivität theoretisch gut begründet“ aufgenommen: www.gruene-liste-praevention.de

Prev@WORK entspricht den Kriterien der „Grünen Liste Prävention“:

  • Die Ziele und die angenommenen Wirkfaktoren sind unter Bezug auf wissenschaftlich anerkannte theoretische Modelle klar benannt.
  • Die Replizierbarkeit ist sowohl durch das umfangreiche, didaktisch gut aufbereitete und nachvollziehbar beschriebene Manual gegeben, als auch durch den erfolgten gelungenen Transfer auf andere Zielgruppen und Settings belegt.
  • Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin bietet darüber hinaus Trainerschulungen zum Programm an.

Praktiker*innen geben uns immer wieder positive Rückmeldungen zum Programm – wir freuen uns nun durch die Aufnahme in die „Grüne Liste Prävention“ auch wissenschaftliche Anerkennung gefunden zu haben, denn Prev@WORK leistet einen Beitrag zur nachhaltigen und zielgruppenspezifischen Suchtprävention!

 

Mehr zum Programm erfahren Sie unter www.prevatwork.de

Michael Müller, Bundesratspräsident und Regierender Bürgermeister zu Besuch bei »Raus aus der Grauzone«

Allgemein | 22. August 2018

Es war uns eine große Ehre, heute den Regierenden Bürgermeister von Berlin, Michael Müller, bei uns in der Fachstelle empfangen zu können. Als amtierender Bundesratspräsident ist Michael Müller auch Schirmherr der Stiftung Deutsches Hilfswerk. Die Stiftung unterstützt aus den Gewinnen der Deutschen Fernsehlotterie zahlreiche Projekte, u. a. »Raus aus der Grauzone«. Gemeinsam mit dem Geschäftsführers der Deutschen Fernsehlotterie Christian Kipper, dem Vorsitzenden des Landeselternausschuss Schule Norman Heise und betroffenen Eltern hatten wir Gelegenheit für einen Austausch über die Nöte und Sorgen von Eltern aber auch zu den Hilfestellungen, die das Projekt leistet.

„Mit dieser Unterstützung leistet die Deutsche Fernsehlotterie einen ganz wichtigen Beitrag, das Abgleiten von Jugendlichen in die Sucht zu verhindern. In vielen Jahrzehnten hat die Lotterie mit fast zwei Milliarden Euro vielen Tausenden Projekten geholfen. Gerade bei der Fachstelle für Suchtprävention sehen wir, wie gut dieses Geld angelegt ist. Ich darf mich bei allen Beteiligten für ihr Engagement bedanken“, so Bundesratspräsident Michael Müller.

Wir bedanken uns herzlich für die Unterstützung und den Besuch!

Mit Michael Müller und der Berliner Regierung wird die Prävention in vielen Bereichen gestärkt.

Weitere Informationen über das Projekt »Raus aus der Grauzone« unter www.rausausdergrauzone.de

Bildcredits: Titel Deutsche Fernsehlotterie/Guido Werner; Bildergalerie Fachstelle für Suchtprävention/Martina Jacob

Die eigenen Grenzen erkennen und auf die Freunde achten

Allgemein | 9. August 2018

Es war ein heißer Dienstag im August, als sich eine Gruppe Jugendlicher vor der Kletterhalle Magic Mountain in Berlin versammelte. Im Rahmen von »Raus aus der Grauzone« nutzten sie das kostenfreie Angebot „Mit RisikoCheck den Horizont erweitern“ und bekamen die Chance für ein paar Stunden mit einem ausgebildeten Klettertrainer und Mitarbeiter der Fachstelle Suchtprävention Berlin die hohen Kletterwände zu bewältigen.

Die erlebnispädagogische Aktion zielt darauf ab, die eigenen Risiko- und Lebenskompetenzen zu reflektieren mit Fokus auf den Umgang mit Suchtmitteln und Digitalen Medien. Dabei wird das Verantwortungsbewusstsein der Jugendlichen für die persönliche Alltags- und Lebensgestaltung gestärkt.

Die Jugendlichen lernen durch dieses Risikoerlebnis, bei dem sie unterschiedliche Routen erklettern, bewusster und verantwortungsvoller auf sich selbst und ihre Freunde zu achten. Die daraus gewonnenen Erfahrungen können auf den Umgang mit Rauschmitteln übertragen und für die Balance von Risiken genutzt werden.

Ganz im Sinne von risflecting® durchlief die Aktion die drei Phasen LOOK AT YOUR FRIENDS – BREAK – REFLECT:

  • LOOK AT YOUR FRIENDS – das gegenseitige Sichern vermittelt den Jugendlichen das Gefühl von Verantwortung auf konkrete Art und Weise.
  • BREAK – nach einer sportlichen Stunde wurde symbolisch das Gespür für die eigenen Grenzen psychisch wie auch physisch erfasst.
  • REFLECT – in einer achtsamen Atmosphäre wurde offen über das Erlebnis des Kletterns, sowie über Konsumerfahrungen, die Risiken von Substanzen und auch über Digitale Medien diskutiert.

Mit Spaß, Vertrauen und offenen Gesprächen endete ein gelungener und spannender Vormittag, an denen sich die Jugendlichen hoffentlich in manchen Lebenssituationen erinnern werden.

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt »Raus aus der Grauzone«

Soziallagenbezogene Suchtprävention in Lebenswelten gestartet

Allgemein | 2. August 2018

In unserer täglichen Arbeit erleben wir immer wieder, dass vor allem benachteiligte Menschen nicht die notwendige Unterstützung erhalten. So leben z.B. Jugendliche jahrelang mit der Suchterkrankung ihrer Eltern, ohne dass dies wahrgenommen wird. Andere Jugendliche geraten aufgrund ihres problematischen Cannabiskonsums in Schwierigkeiten mit Eltern oder Schule und die Problematiken „häufen“ sich. Menschen mit Migrationerfahrungen haben grundsätzlich ein erhöhtes Gesundheitsrisiko und sind anfälliger für missbräuchlichen Substanzkonsum.

Um diesen Zielgruppen eine für sie passgenaue Unterstützung anbieten zu können, startet die Fachstelle für Suchtprävention das neue Projekt „Suchtprävention 3D“, gefördert von der Senatsverwaltung für Gesundheit, Pflege und Gleichstellung. Es steht für eine direkte und umfassende Präventionsarbeit vor Ort in den Lebenswelten der Menschen.

Gesundheit wird nicht nur durch individuelles, eigenverantwortliches Handeln beeinflusst, sondern insbesondere auch durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen und Soziallagen, so z.B. Einkommen, sozialer Status, Bildungsniveau, Arbeitsbedingungen, Wohngegend, Migrationshintergrund oder der Status als alleinerziehende Eltern. Wichtig für gesundheitspräventive Angebote ist die Reduktion von Risikofaktoren für die Entstehung lebensstilbedingter Krankheiten und die Stärkung von gesundheitlichen Ressourcen. Außerdem sollen die Verhältnisse, in denen Menschen leben, lernen und arbeiten, so gestaltet werden, dass sie die Gesundheit unterstützen.

Soziallagenbezogene Prävention umfasst insgesamt drei zentrale Aspekte:
sie stärkt die Kompetenzen und Ressourcen der im Setting lebenden Menschen, sie entwickelt gesundheitsfördernde Rahmenbedingungen und sie bindet systematisch möglichst viele Personen in der Lebenswelt ein.

Das Projekt hat dabei drei Zielgruppen im Blick:

  • suchtbelastete Familien
  • Schüler*innen ab der 7. Klasse
  • Geflüchtete

Weitere Informationen unter:
www.kompetent-gesund.de/Familiewww.kompetent-gesund.de/Schulewww.kompetent-gesund.de/Perspektive

Den vollständigen Artikel finden Sie in unserem aktuellen Themenheft 50 auf Seite 12.

Alle Angebote sind kostenfrei, für weitere Informationen kontaktieren Sie uns gerne direkt unter info@kompetent-gesund.de

Safer Internet Day 2018: Heute schon miteinander gesprochen?

Allgemein | 6. Februar 2018

Wer kennt es nicht? Alle sitzen in der U-Bahn und starren auf ihr Smartphone – oder zum Berliner Fenster. Rund um den internationalen Safer Internet Day 2018 am 6. Februar haben wir eine besondere Aktion vorbereitet: von 5. bis 9. Februar wird auf allen Monitoren zwischen 16 und 18 Uhr im U-Bahn-Fernsehen ein Spot zum Thema Medienkonsum in der Familie laufen – damit werden an den 5 Tagen etwa 2 Millionen Menschen erreicht, die in der U-Bahn unterwegs sind. Unter dem Motto „Heute schon miteinander gesprochen?“ werden Eltern mit einem Comic-Film dazu angeregt, Medienkonsum zu reflektieren, besonders wenn Kinder dabei sind.

Dazu werden 3 Botschaften an die Hand gegeben:

  • Nehmen Sie sich bewusst Zeit füreinander.
  • Verabreden Sie medienfreie Zeiten für alle, z.B. während der Mahlzeiten.
  • Sie sind Vorbild für Ihr Kind!

Motto des Safer Internet Days dieses Jahr ist „Create, connect and share respect: A better internet starts with you“ – aber auch die Zeit ohne Internet sollte aktiv von Eltern gestaltet werden.
Wer mehr dazu wissen möchte, kann unsere Elternseminare „Digitale Medien“ besuchen.

Weitere Informationen unter:
www.berlin-suchtpraevention.de/veranstaltungen/kategorien/elternkurse/

Alle Aktionen zum Safer Internet Day in Deutschland finden Sie bei klicksafe.de

Den kompletten Film gibt es hier.

Sprechen wir miteinander!

Der Präventions-Taschenkalender „my 2018“ für Jugendliche erscheint!

Allgemein | 13. Dezember 2017

Holen Sie sich den Präventionskalender für Jugendliche ab, solange der Vorrat reicht. Im Hosentaschenformat informiert dieser Kalender über Themen, denen Jugendliche in ihrem Alltag begegnen, wie Alkohol, Tabak, Cannabis, Shisha, E-Zigarette, Energy-Drinks, Anabolika, Medikamente, Cybermobbing, Sportwetten und viele mehr.

Abholaktion:

Wann: Dienstag, der 19. Dezember 2017, von 09:00 bis 11:00 Uhr

Wo: Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH,
Chausseestr. 128/129, Bürogebäude, 3.OG, 10115 Berlin

Wir bitten um Verständnis, dass wir Reservierungen nicht vornehmen können.

Hier erfahren Sie mehr zum Projekt Raus aus der Grauzone