Gesundheit & Suchtprävention
in der Grundschule

„1000 Schätze“ ist ein evaluiertes Programm zur Stärkung der psychosozialen Gesundheit von Grundschüler*innen. Es nimmt die Ressourcen von Erstklässler*innen in den Blick und fördert Lebenskompetenzen, Bewegung und Achtsamkeit. Im kommenden Schuljahr werden erstmalig 12 Berliner Grundschulen an dem Programm teilnehmen.

Warum Suchtprävention in der Grundschule?

Fast jedes vierte Kind im Grundschulalter hat ein erhöhtes Risiko für psychische Auffälligkeiten, dazu zählen emotionale Probleme, Verhaltensauffälligkeiten und Probleme im Umgang mit Gleichaltrigen. Diese können für Kinder, Eltern, Schule und das soziale Umfeld belastend sein und die Entwicklung und den Bildungserfolg der Kinder beeinträchtigen, gesundes Aufwachsen erschweren und langfristig zur Ausbildung von psychischen Störungen oder auch Suchtstörungen beitragen. Kinder aus suchtbelasteten Familien sind hier besonders betroffen.

Die Grundschule stellt ein ideales Setting für präventive Angebote dar:

  • Alle Schüler*innen werden gemeinsam erreicht ohne besonders belastete Kinder zu stigmatisieren,
  • sie begleitet die Kinder kontinuierlich vier bis sechs Jahre,
  • Kinder verbringen dort viele Stunden gemeinsam,
  • Entwicklungsaufgaben werden dort gemeistert und soziale Kompetenzen außerhalb von Familie ausgebaut.

Für weitere Informationen
kontaktieren Sie gern unsere
1000 Schätze-Trainerinnen:

Ute Gringmuth
gringmuth@kompetent-gesund.de

Mariana Rudolf
rudolf@kompetent-gesund.de

Sie finden uns hier:
Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Chausseestraße 128/129, 10115 Berlin
Tel.: 030 – 29 35 26 18

Telefonisch erreichen Sie uns zu unseren Öffnungszeiten:
Montag 10.00- 14.00 Uhr, Dienstag 10.00- 18.00 Uhr, Donnerstag 16.00- 19.00 Uhr und Freitag 09.00- 13.00 Uhr.

Außerhalb der Öffnungszeiten können Sie uns gerne per Email kontaktieren oder eine Nachricht auf unserem Anrufbeantworter hinterlassen.

An wen richtet sich das Programm?

Erstklässler*innen:

Das Programm beinhaltet 10 Klassenmodule und konzentriert sich durchgängig auf Ressourcen und das Erkennen und Ausbauen vorhandener Stärken. Der Einbezug von allen Kindern unabhängig von sprachlichen und kognitiven Einschränkungen wird durch den Einsatz von Bildern, Liedern und Ritualen ermöglicht. „1000 Schätze“ berücksichtigt die Diversität der Kinder – die Methoden sind daher auch auf Kinder mit Migrationshintergrund, Behinderung oder aus einem suchtbelasteten Elternhaus abgestimmt.

Eltern:

Ein Elterntreffen zum Thema „So gelingt der Schulstart“ ist fester Bestandteil des Programms. Auch hier wird der Blick der Eltern auf die Ressourcen der Kinder und der ganzen Familie gelenkt, die Erziehungskompetenz gestärkt und der Austausch unter den Eltern gefördert. Optional wird es ein zweites Elterntreffen zum Thema „Gesund aufwachsen zwischen Fernseher und Smartphone“ angeboten.
Die Informationsmaterialien für die Eltern sind bildhaft gestaltet und liegen in neun Sprachen vor.

Lehrkräfte:

Die Lehrkräfte werden in der Umsetzung des Konzeptes, zu ressourcenorientierter Elternarbeit und darin, wie sie insbesondere Kinder suchtkranker Eltern besser unterstützen können, geschult. Die Klassenmodule sind flexibel in den Unterricht integrierbar und auf die Bedürfnisse von Erstklässler*innen abgestimmt.

Schulen:

Ressourcen, Stärken und bestehende Netzwerke der Schule werden sichtbar gemacht. Das Programm fördert eine gelingende Kommunikation zwischen Schule und Eltern und unterstützt die Schulen dabei, Gesundheitsförderung strukturell zu verankern.

Programminformationen zum Download:

Das 1000 Schätze-Programm wird von der Niedersächsischen Landesstelle für Suchtfragen koordiniert und von geschulten 1000 Schätze-Trainer*innen umgesetzt. Das Programm wurde von Dr. Heidi Kuttler, COOPTIMA – Prävention und Gesundheitskommunikation, entwickelt und wird von der kaufmännischen Krankenkasse KKH unterstützt.

Nach Niedersachsen ist Berlin das zweite Bundesland, in dem das Programm in Grundschulen umgesetzt wird.