Tag

Prev@WORK

IHK-Veranstaltung für Ausbildungsbetriebe

Allgemein | 19. September 2018

Ausbildungshemmnisse durch psychische Probleme oder Suchterkrankungen – Wie als Ausbildungsbetrieb damit umgehen?
Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation leiden immer mehr junge Menschen an Depressionen. Im Jahr 2015 war die Zahl der stationär behandelten Patienten in der Altersgruppe der 15- bis 24-jährigen mit 34.300 fast siebenmal so hoch wie im Jahr 2000. Gesundheitliche Beschwerden wegen psychischer Probleme oder Suchterkrankungen sind vielfältig und deren Erkennung, Behandlung und Betreuung gehören in professionelle Hände. Im Arbeitsalltag sind Arbeitgeber auch mit in diesem Zusammenhang entstehenden Fehlzeiten von Auszubildenden konfrontiert. Ein frühzeitiges Ansprechen von Problemen kann manchen Konflikt am Arbeitsplatz ersparen und die Demotivation eines belasteten Teams vermeiden. Mit diesem kostenfreien Informationsangebot wollen wir Ihnen nicht nur Expertenwissen und Verhaltensempfehlungen vermitteln, sondern auch aufzeigen, was konkret bei einem Verdacht getan werden kann und welche rechtlichen Möglichkeiten gegeben sind. Außerdem stehen die Referenten zur Beantwortung Ihrer Fragen zur Verfügung.

Wann: Donnerstag, 21. Februar 2019, 13 bis 16 Uhr
Wo: IHK Berlin, Fasanenstraße 85, 10623 Berlin, Kleiner Vortragssaal

Programm:

  • Psychische Krisen und Wiedereinstieg in die Ausbildung
    Referenten:
    Frau Dipl.-Psychologin Dorothea Jäckel
    Frau Susanna Hölscher, IPS Coach & Dipl. Sozialpädagogin
    Vivantes Klinikum am Urban, FRITZ Therapiezentrum
  • Erkennen und Umgang mit Suchtmittelkonsum bei Azubis
    Referentin: Frau Katrin Petermann
    Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH
  • Gesundheitsschutz und Recht
    Referent: Herr Dr. Christian Lampe
    Richter, Arbeitsgericht Berlin

Anmeldung unter: events.ihk-berlin.de

Bildcredit: Fotolia/Robert Kneschke

Programm Prev@WORK – jetzt in die „Grüne Liste Prävention“ aufgenommen!

Allgemein | 29. August 2018

In Deutschland existiert eine Vielzahl an Programmen und Projekten zur Suchtprävention. Die Datenbank „Grüne Liste Prävention“ von CTC („Communities That Care“) des Landespräventionsrat Niedersachsen bietet auf der Basis nachvollziehbarer Kriterien einen Überblick über evaluierte empfehlenswerte Präventionsansätze und -programme in den Bereichen Familie, Schule, Kinder/Jugendliche und Nachbarschaft.

Im Juli 2018 ist nun auch das Programm zur betrieblichen Suchtprävention Prev@WORK in die Datenbank für empfohlene Präventionsprogramme unter der Kategorie „Effektivität theoretisch gut begründet“ aufgenommen: www.gruene-liste-praevention.de

Prev@WORK entspricht den Kriterien der „Grünen Liste Prävention“:

  • Die Ziele und die angenommenen Wirkfaktoren sind unter Bezug auf wissenschaftlich anerkannte theoretische Modelle klar benannt.
  • Die Replizierbarkeit ist sowohl durch das umfangreiche, didaktisch gut aufbereitete und nachvollziehbar beschriebene Manual gegeben, als auch durch den erfolgten gelungenen Transfer auf andere Zielgruppen und Settings belegt.
  • Die Fachstelle für Suchtprävention Berlin bietet darüber hinaus Trainerschulungen zum Programm an.

Praktiker*innen geben uns immer wieder positive Rückmeldungen zum Programm – wir freuen uns nun durch die Aufnahme in die „Grüne Liste Prävention“ auch wissenschaftliche Anerkennung gefunden zu haben, denn Prev@WORK leistet einen Beitrag zur nachhaltigen und zielgruppenspezifischen Suchtprävention!

 

Mehr zum Programm erfahren Sie unter www.prevatwork.de

Regine Kircher-Zumbrink –Saarstahl AG, Marlene Mortler – Drogenbeauftragte der Bundesregierung und Kerstin Jüngling – Fachstelle für Suchtprävention Berlin gGmbH

Präventionsbedarfe bei Azubis – Fachtagung holt alle an einen Tisch

Allgemein | 8. August 2017

Die meisten Menschen sind in kleinen und mittleren Unternehmen beschäftigt oder werden hier ausgebildet. Auf der Fachtagung „Von Hirndoping bis blau machen – Präventionsbedarfe bei Azubis von kleinen und mittleren Unternehmen“ am 15. Mai 2017 unter Schirmherrschaft der Bundesdrogenbeauftragten zeigte die große Saarstahl AG, wie sich die Betriebskultur verbessert, wenn ein schwieriges Thema wie Sucht ganz selbstverständlich im Ausbildungskontext behandelt wird.

Strukturen wie bei den großen Betrieben können kleine und mittlere Unternehmen nicht aufweisen. Wie das IFT-Nord und die AOK Nordost mit breiter Datenbasis belegen, ist der Umgang mit Suchtmitteln eng verknüpft mit der Zufriedenheit in der Ausbildung. Ergänzt durch den Ausbildungsreport der DGB-Jugend wird klar, dass vor allem die Ausbildung in den kleinen und mittleren Unternehmen von mehr Belastungen geprägt ist.

Mit der Bundesdrogenbeauftragten, der IHK Berlin, dem Deutschen Gewerkschaftsbund, dem Lehrerverband der Berufsbildenden Schulen sowie der AOK Nordost war unsere Tagung hochkarätig besetzt. Und alle signalisierten den gemeinsamen Willen, für die Azubis in kleinen und mittleren Unternehmen Präventionsangebote zu ermöglichen.
Dreh- und Angelpunkt bilden für diese Unternehmen die Berufsbildenden Schulen. Hier kommen die Schüler*innen zusammen und könnten Präventionsangebote erhalten. Mit dem Programm Prev@WORK hätten die regionalen Fachstellen für Suchtprävention bundesweit ein bewährtes Konzept zur Hand.
Wir danken dem Bundesministerium für Gesundheit für die Unterstützung dieser Veranstaltung.