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Suchtprävention für junge Erwachsene mit kognitiven Beeinträchtigungen

Interaktiver Workshop: Gemeinsam den Umgang mit Konsum reflektieren und neue Perspektiven entwickeln

Der Umgang mit Substanzkonsum ist insbesondere für Jugendliche und jungen Erwachsenen auf dem Weg des Erwachsenwerdens eine Herausforderung. Hier stehen junge Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen vor besonderen Herausforderungen. Zum einen sehen sie sich Drogen, wie Alkohol oder Nikotin, alltäglich konfrontiert und zum anderen haben sie aufgrund ihrer Beeinträchtigungen ein besonders hohes Risiko einen riskanten oder abhängigen Konsum zu entwickeln.

Ein inklusiver Ansatz, wie ihn die UN-Behindertenrechtskonvention vorsieht, beschreibt den gesellschaftlichen Auftrag uneingeschränkte Teilhabe von Menschen mit Behinderungen zu fördern und Barrieren abzubauen.

Teilhabe bedeutet in der Suchtprävention, möglichst allen Menschen die Möglichkeit zu geben, sich mit Fragen rund um Konsum auseinanderzusetzen, eigene Erfahrungen zu reflektieren und gesunde Entscheidungen für sich zu treffen. Dort setzt das Projekt MUT – Meine Unabhängigkeit an.

Was ist MUT?

MUT ist ein suchtpräventives Projekt, gefördert von der Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie. Es unterstützt junge Menschen dabei, sich frühzeitig mit ihrem Konsumverhalten auseinanderzusetzen und eine reflektierte Haltung zu Konsum und Substanzen zu entwickeln, damit es erst gar nicht zu einer Suchterkrankung kommt. In einem geschützten Rahmen werden persönliche Ressourcen gestärkt und weiterentwickelt, mit dem Ziel, einen bewussten Umgang mit Konsum und Risiko zu fördern. Die Inhalte und Methoden sind dabei zielgruppenorientiert gestaltet. Sprich: interaktiv, niedrigschwellig und an der Lebenswelt der Teilnehmenden ausgerichtet.

Für wen ist das MUT-Projekt?

Das MUT-Projekt richtet sich an junge Erwachsene (16-27 Jahre) mit kognitiven Beeinträchtigungen – beispielsweise aus Einrichtungen der beruflichen Teilhabe, BEW-/BW-Settings oder Berufsschulen mit sonderpädagogischem Auftrag.

MUT ist kein Therapieangebot: Es bearbeitet Konsum als Alltagsthema und gibt konkrete Möglichkeiten, sich mit dem eigenen und dem Konsum anderer kritisch auseinanderzusetzen und hilfreiche Strategien im Umgang z.B. mit Konsumangeboten zu finden.

Was sind die Ziele?

  • Förderung eines reflektierten, risikokompetenten Umgangs mit Suchtmitteln und
    Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial (z. B. exzessive Mediennutzung, Glücksspiel, …)
  • Stärkung und Weiterentwicklung von Lebenskompetenzen
  • Entwicklung individueller Bewältigungsstrategien
  • Kennenlernen alternativer Erfahrungs- und Aktivitätsmöglichkeiten, die eine gesunde
    und selbstbestimmte Lebensführung unterstützen

Was umfasst das Angebot der MUT-Workshops?

  • 2 aufeinander aufbauende Workshops à 3 Stunden, mit
    ca. einer Woche Abstand zwischen den beiden Terminen
  • Dauer: jeweils 3 Stunden
  • Ort: Präsenz in den jeweiligen Einrichtungen
  • Kosten: Kostenfrei
  • Interaktive, praxisnahe Methoden, wie Fallbeispiele und Reflexionsübungen

Was sind die Inhalte?

Modul 1 – Grundlagen zu Sucht

  • Informationen zu verschiedenen Suchtmitteln und Verhaltensweisen mit Suchtpotenzial
  • Reflexion der Frage: „Wann beginnt Sucht?“ – anhand von Fallbeispielen
  • Was schützt vor Sucht – Risiko- & Schutzfaktoren

Modul 2 – Konsummotive & Ressourcen

  • Reflexion von (eigenen) Konsummotiven
  • Gemeinsames Erarbeiten von Alternativen zu Konsum
  • Stärken persönlicher Ressourcen und Lebenskompetenzen

Gerne beraten wir Sie zu weiteren Durchführungsmodalitäten.

 

MUT – Meine Unabhängigkeit wird gefördert durch die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie.

Interesse geweckt?

Bei Rückfragen und Interesse am Workshop melden Sie sich gern bei uns!

Ansprechpartnerin:
Aida Kolke
kolke@kompetent-gesund.de

Bei Anmeldung benötigen wir folgende Informationen:

  • Größe der Gruppe
  • Ungefähre Altersspanne
  • Wunschzeitraum (Tag, Uhrzeit etc.)

Sie benötigen weitere Informationen?

Der Flyer zum Projekt steht Ihnen hier zum Download zur Verfügung.

Weitere Angebote rund um das Thema „Suchtprävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen“:

Barrierefrei.berlin
Übersicht zu barrierefreien Kultur- und Sportveranstaltungen in Berlin für Menschen mit Behinderungen:
www.barrierefrei.berlin

Berliner Krisendienst
Telefonische Beratung, Hausbesuche und Gespräche in der Geschäftsstelle bei Krisen, wegen bspw. Trennung, Konflikten oder Drogen, für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen, An- und Zugehörige.
www.berliner-krisendienst.de/wege-aus-der-krise/menschen-mit-kognitiver-beeintraechtigung

Berliner Präventionspraxis – Raus aus der Grauzone
Kostenloses Beratungsangebot für Jugendliche, junge Erwachsene, Eltern, Familien und pädagogische Fachkräfte zu den Themen problematischen Substanzkonsum, Mediennutzung sowie Gaming:
www.berlin-praeventionspraxis.de

ERW-IN – Berliner Erwachsenenbildung Inklusiv
Bildungsangebote für Menschen mit Lernschwierigkeiten und kognitiven Beeinträchtigungen zu Themen, wie Gesundheit, Sprachen, Arbeit & Beruf, uvm.
www.erw-in.de

Fachstelle für Suchtprävention Berlin
Überblick zum Thema Suchtprävention für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und weiterführende Informationen:
www.berlin-suchtpraevention.de

Heilpädagogische Ambulanz Berlin gGmbH
Heilpädagogisch-therapeutische Einzel- und Gruppenangebote für Menschen mit kognitiven Beeinträchtigungen und weiteren komplexen Unterstützungsbedarfen, einschließlich Suchterkrankungen:
www.hpa.berlin

inklusiv(er)leben gUG
Inklusive, barrierearme, erlebnispädagogische Angebote in Berlin und Umgebung:
www.inklusiverleben.de | www.zeeg.me/inklusiverleben

Naturbegleiter* der Stiftung Naturschutz Berlin
Kostenfreie und niedrigschwellige Angebote, die vor Ort Naturerfahrungen ermöglichen und so gezielt Wohlbefinden, Selbstwirksamkeit und soziale Teilhabe fördern.
www.stiftung-naturschutz.de/umweltbildung/die-naturbegleiter

RoBertO der RBO – Inmitten gemeinnützige GmbH
Begegnungsstätte mit vielfältigen Freizeit- und Sprachangeboten für Kinder, Erwachsene und Familien:
www.rbo-inmitten.berlin

Social Map
Online-Datenbank zu sozialen Dienstleistungen und Freizeitangeboten der Mitglieder des Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Berlin e.V.:
www.socialmap-berlin.de