Sucht und andere Belastungen in der Familie – in Zeiten von Corona erst recht ein Thema!

6. Mai 2020 Allgemein

Sucht und andere psychische Belastungen in der Familie kommen häufiger vor, als man denkt. Bei Kindern aus diesen Familien ist das Risiko erhöht, selbst eine Sucht- oder psychische Krankheit zu entwickeln.

Die Situation rund um das Corona-Virus stellt Familien vor große Herausforderungen. Die Kinder sind öfters zuhause, suchen Beschäftigungen, müssen unterrichtet werden und Hausaufgaben machen. Bei Familien, in denen es Sucht- und andere Probleme gibt, kommt diese zusätzliche Belastung zum ohnehin schon angespannten Alltag noch hinzu. Die Situation ist für alle schwer – für Eltern, Kinder und andere Verwandte.

Was kann ein Kind tun, wenn es darunter leidet, dass der Vater oder die Mutter zu viel Alkohol trinkt oder andere Drogen nimmt? Oder wenn jemand in der Familie spiel- oder tablettensüchtig ist? Wichtig ist, dass man sich traut, Unterstützung zu holen. Schon eine einzige, nicht süchtige erwachsene Bezugsperson kann ausreichen, die schwierige und belastende Situation besser zu meistern – durch Verständnis, Fürsorge und eine stabile Beziehung.

Auch für Betroffene Eltern und Angehörige gibt es Unterstützung – für den Umgang mit Belastungen im Erziehungsalltag oder zur Auseinandersetzung mit risikohaften Konsummustern. Haben Sie in ihrem Arbeitsalltag Kontakt zu einer Familie, die es in der Corona-Situation besonders schwer hat? Lassen Sie sich beraten, wie sie Betroffene unterstützen können.

Das Team der Fachstelle für Suchtprävention ist auch in schwierigen Zeiten da. Unsere Fachkräfte unterstützen Jugendliche, Eltern aus (sucht-)belasteten Familien, Angehörige und Fachpersonen: Wir sind per Telefon, Email oder Chat erreichbar.

Wie gehen Betroffene und Kinder aus belasteten Familien mit ihrer Situation um? Wie haben sie es geschafft, sich zu helfen? Unter diesen Links sind Erfahrungsberichte zu finden:

„Wie erlebt mein Kind die Situation“:
www.suchtzuhause.de/eltern-fuermeinkind

„Mit meinem Kind darüber sprechen“:
www.suchtzuhause.de/eltern-daruebersprechen

„Sprich darüber“ (für Jugendliche):
www.suchtzuhause.de/jugendliche-fragen